Als Travel-Editor von fliegen.de) erkläre ich Dir sofort die wichtigste Botschaft: 2026 bedeutet nicht, dass plötzlich alles erlaubt ist.
Manche Flughäfen nutzen moderne CT-Geräte, andere noch ältere Technik. Deshalb kann an Deiner Sicherheitslinie gelten, dass Flüssigkeiten im Beutel bleiben dürfen – oder eben nicht.
Die 100ml-Regel gibt es seit 2006 und bleibt an vielen Orten relevant. CT-Technik prüft Flüssigkeiten und Elektronik präziser, doch die Umsetzung hängt vom Flughafen und der Spur ab.
Kurz und klar: Es gibt EU-Zulassungen und Ausbaupläne, aber auch Rollbacks wie im UK. Das wirkt für Dich wie ein Regel-Chaos.
In diesem Artikel kläre ich, was in Deutschland 2026 gilt, wie Du vor Ort erkennst, welche Regel zutrifft, und was das für Umsteiger bedeutet.
Vorschau: 1-Liter-Beutel, Ausnahmen für Medikamente und Babynahrung, Vergleich Old vs. CT und Praxis-Checks für Frankfurt, München und kleinere Airports.
Was sich 2026 bei Flüssigkeiten im Handgepäck wirklich ändert (und warum gerade alle verwirrt sind)
Nicht überall am flughafen gelten die gleichen Regeln, weil Technik und Prozesse voneinander abweichen.
CT-Scanner vs. alte geräte: Warum du je nach Spur unterschiedliche Regeln hast
CT-Scanner erzeugen 3D-Bilder und können so Füllstände und Elektronik besser beurteilen. Aber nur, wenn Software und Zulassungen aktiv sind.
Viele Flughäfen arbeiten im Mischbetrieb. Das heißt: Du kannst an der sicherheitskontrolle eine alte Maschine oder ein neues System erwischen.
Rollback der Erleichterungen: Weshalb an manchen Flughäfen wieder strikt 100ml gilt
Politische Vorgaben und Sicherheitsbewertungen führten zu Rückschritten. Das Beispiel Großbritannien 2024 zeigt: CT-Installation garantiert kein Ende der Limits.
Was das für Umsteiger bedeutet
Ein anderes Gate oder Terminal kann andere Regeln haben. Sei als passagiere vorbereitet: Packe so, als ob 100 ml gilt.
| Situation | Alte geräte | CT-Scanner (zugelassen) |
|---|---|---|
| Bilddarstellung | 2D, begrenzt | 3D, detaillierter |
| Regelfreiheit | Meist 100 ml Pflicht | Größere Mengen möglich, aber abhängig von Zulassung |
| Praktischer Tipp | Beutel bereit halten | Immer Nachfragen am Gate |
Mini-Check: Wenn Du unsicher bist, packe so, als ob 100 ml gilt – dann bist Du überall safe am flughafen.
Flüssigkeiten Handgepäck Scanner 2026: Der aktuelle Stand zur 100ml-Regel in Deutschland
In Deutschland bleibt die Praxis an vielen Kontrollspuren weiterhin konservativ, trotz sichtbarer neuer Technik.
Die Grundregel ist oft unverändert: pro Behälter maximal 100ml und ein 1-Liter-Beutel. Du triffst an vielen Flughäfen noch auf diese regelung, weil Altgeräte und fehlende Softwareupdates den schnellen Wechsel verhindern.
Der einsatz neuer CT-Systeme braucht EU-Zulassungen, lokale Freigaben und Personaltraining. Das heißt: nicht jede Spur darf sofort anders arbeiten.
Mischbetrieb ist Alltag. Eine Kontrollspur kann CT haben, die daneben arbeitet noch mit älteren Maschinen. Deshalb bleibt die alte Logik oft der sicherste Standard.
In Stoßzeiten dient Kapazitätserhalt als Argument: Selbst zugelassene Geräte werden manchmal anders genutzt, damit die sicherheitskontrolle nicht langsamer wird.
- Merke: Packe so, als ob das ende der 100‑ml-Regel noch nicht überall angekommen ist.
- Praktisch: Beutel bereit halten und bei Unsicherheit Personal fragen.
Die 1-Liter-Plastikbeutel-Regel bleibt wichtig – auch mit CT-Scanner
Für die meisten Flüge ist der transparente 1‑Liter‑Beutel weiterhin Dein zuverlässiges Pack‑Muster. Er spart Zeit und verhindert Diskussionen an der Kontrolle.

Was in den Beutel gehört
Alle kleinen Flüssigkeiten bis 100 ml müssen in den Beutel: Kosmetik, Gel, Spray und auch flüssige Lebensmittel wie streichfähiger Käse.
Typisch gilt: ein Beutel pro person. Achte darauf, dass er wiederverschließbar und durchsichtig ist.
Wie du richtig packst, damit die Sicherheitskontrolle schneller geht
Pack den Beutel oben ins handgepäck, so dass Du ihn schnell herausnimmst. Beschrifte kleine Fläschchen und stecke Tuben nicht lose zwischen Kabel oder Ladegeräte.
- Ordne Gegenstände übersichtlich, damit die sicherheitskontrolle nicht nachsortieren muss.
- Feuchttücher, Lippenbalsam und Kontaktlinsenflüssigkeit gehören meist in denselben Beutel oder in die Kabinentasche, je nach Menge.
Wenn Du nicht sicher bist, ob Deine Spur modern arbeitet: halte Dich an die klassische regel und spare Zeit am Band.
Pflicht-Vergleichstabelle: Old Scanners vs. New CT-Scanner an der Sicherheitskontrolle
Vor der Kontrolle bekommst Du mit dieser Kurzübersicht schnell Klarheit darüber, was Du auspacken musst und was im koffer bleiben darf.
Wichtig: Ein CT-Gerät vor Ort heißt nicht automatisch, dass alle alten regeln aufgehoben sind. Zulassung, Personaltraining und lokaler einsatz entscheiden am flughafen.

| Merkmal | Old Scanners (Must unpack, max 100ml) | New CT-Scanner (Stay inside, bigger liquids possible) |
|---|---|---|
| Bildqualität | 2D, begrenzt | 3D-Analyse, detaillierter |
| Verhalten am Band | Du musst meistens alles aus dem Beutel nehmen | Teils im koffer bleiben möglich |
| Limit | 100ml + 1‑Liter‑Beutel üblich | Größere Mengen möglich, aber abhängig von lokalen regeln |
| Praktischer Tipp | Beutel griffbereit halten | Bei Unsicherheit Personal fragen |
Diese Gegenüberstellung gibt Dir eine schnelle Orientierung vor der sicherheitskontrolle. So verhinderst Du Diskussionen und hältst die Schlange am Laufen.
Mini-Fazit: Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst: Packe wie für Old Scanners – dann passt es auch an CT‑Linien und Deine Reise bleibt stressfrei für Dich und andere passagiere. So ist das Ende der Unsicherheit näher.
Ausnahmen: Medikamente & Babyfood – was du trotzdem (fast) immer mitnehmen darfst
Bei Medikamenten und Babybedarf gelten an der Kontrollstelle oft deutlich andere Regeln als bei Kosmetik.
Kurz gesagt: Medizinische Flüssigkeiten können über 100 ml erlaubt sein, wenn du Nachweise dabei hast.
Flüssige Medikamente, Spritzen & Nachweise
Zeige auf Nachfrage Rezept, ärztliche Bescheinigung oder die Originalverpackung mit Namen.
Spritzen sind meist zulässig, wenn ein kurzer Nachweis erklärt, wofür sie gebraucht werden.
Security kann zusätzliche Tests verlangen oder eine genauere Kontrolle durchführen.
Babynahrung, Milch und Wasser fürs Baby
„Angemessene Menge“ heißt in der Praxis: soviel, wie für Flugzeit plus Puffer (Verspätung) nötig ist.
Das gilt für Milch, Pre-Nahrung, abgefülltes Wasser und Feuchttücher.
Praktisch für dich: So trennst du Ausnahmen sauber
- Lege Medizin und Babybedarf in einen separaten, leicht zugänglichen Beutel.
- Stecke Nachweise zusammen mit den Gegenständen, damit die Kontrolle schnell ist.
- Kühlpacks, Nahrungsergänzung und Kontaktlinsenlösung: separat präsentieren, wenn sie ärztlich relevant sind.
| Gegenstand | Typische Nachweise | Praxis-Tipp |
|---|---|---|
| Flüssige Medikamente | Rezept / ärztliche Bescheinigung | Originalverpackung + Name auf dem Etikett |
| Spritzen / Insulin | Ärztliche Bestätigung | Kurze Info für Security, separat bereithalten |
| Babynahrung & Milch | Keine formalen Belege nötig | Menge dem Flug anpassen, in separatem Beutel präsentieren |
Merke: Packe so, dass die Kontrolle zügig läuft. Als reisende Person bist du dadurch auf der sicheren Seite, auch bei wechselnder Regelung am Flughafen.
Frankfurt, München & kleinere Flughäfen: Wo du eher auf neue Technik triffst – und wo nicht
Große Drehkreuze investieren stark in neue CT-Systeme, aber das heißt nicht, dass überall im terminal sofort andere regeln gelten. Du kannst an einigen Spuren 3D‑Analyse sehen, an anderen läuft weiterhin der Mischbetrieb.
Große Hubs: Testbetrieb und schrittweiser einsatz
In Frankfurt und München findest Du die modernsten Anlagen eher als an Regionalflughäfen. Umbau und Software‑Rollout erfolgen etappenweise.
Deshalb bleibt es wichtig, aufmerksam zu sein: Eine Spur kann CT nutzen, die nächste nicht.
Regionale Flughäfen: Warum die 100ml‑Logik länger bleibt
Kleine Flughäfen haben oft weniger Platz und weniger Budget für Umbauten. Große Geräte brauchen bauliche Anpassungen.
Das führt dazu, dass die klassische 100‑ml‑Routine dort länger im Einsatz bleibt.
Blick über die Grenze: Warnsignal UK vs. Vorbild Wien
Der UK‑Rückschritt zeigt, dass Technik allein kein Ende der Limits garantiert. Wien hingegen plant einen flächendeckenden Ausbau mit deutlichen Erleichterungen, wenn Zulassungen passen.
- Pack‑Tipp: Wenn Du viel Duty‑Free im koffer hast, bedenke Transfers und unterschiedliche Regeln.
- 💡 fliegen.de Profi-Tipp: Prüfe vor Abflug Website und Airline‑Hinweise. Bei Unsicherheit: Beutel + 100 ml als konservative Lösung.
- Für passagiere: Achte auf Beschilderung am Band und folge den Ansagen statt zu diskutieren.
Fazit
Für dich heißt das: Packe so, dass du an jeder Kontrollspur problemlos durchkommst.
Der sichere Default bleibt oft 100ml pro Behälter und ein transparenter 1 liter-Beutel pro person. Das spart Zeit an der sicherheitskontrolle und Ärger am flughafen.
CT‑Geräte können mehr erlauben, doch Abläufe hängen von Gerätmix, terminal und lokaler regelung ab. Pack zusätzliches in den koffer, wenn du unsicher bist.
Medikamente und Babybedarf sind meist ausgenommen. Lege diese gegenstände getrennt und Nachweise griffbereit, dann läuft die Kontrolle schneller.
Mini‑Plan: Beutel vorbereiten, Ausnahmen trennen, Beschilderung an der Sicherheitslinie beachten und nicht auf Mythen hören. Nutze die fliegen.de‑Checkliste vor Abflug, damit du als reisende und als Teil der passagiere Zeit sparst und nichts wegwerfen musst.

